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Tauchplatz Marianengraben
Von euregiotaucher | 5.Juni 2009
Vor wenigen Tagen, praktisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit, erreichte ein amerikanischer Roboter den tiefsten Punkt unseres Planeten: Nereus tauchte am 31. Mai bei Guam im westlichen Pazifik 10 902 Meter tief in den Marianengraben. Nereus ist erst das dritte Unterwassergefährt, dem dieses Kunststück geglückt ist. Jacques Piccard und Donald Walsh tauchten 1960 in ihrem Bathyskaph Trieste erstmals in den Marianengraben. Und der japanische Roboter Kaiko absolvierte zwischen 1995 und 1998 gleich drei Tauchgänge. «Mit Nereus können wir nun praktisch jeden Winkel der Ozeane erreichen», sagt Andy Bowen von der Woods Hole Oceanographic Institution nahe Boston.
Die Ära der modernen Meeresforschung begann 1872 mit der mehrjährigen Expedition des britischen Dampers HMS Challenger. Auf dieser Reise wurde mit 8164 Metern der damals tiefste bekannte Punkt der Erde im Marianengraben ausgelotet. Während der folgenden Jahrzehnte beschränkte sich die Tätigkeit der Ozeanografen auf Beobachtungen, die sie von der Wasseroberfläche aus machten. Erst Mitte des 20. Jahrhunderts erreichten sie mit U-Booten grössere Tiefen. Unbemannte Tauchroboter sind noch jüngeren Datums….
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